Hello some Strökes!

Die Strokes sind wieder da! Gut zugegeben, das Album The New Abnormal ist bereits im April erschienen und kann mittlerweile nicht mehr als Neuerscheinung betitelt werden. Doch aber lohnt es sich immer ein paar Worte über meine persönliche Lieblingsband zu verlieren.

Eine elektronische Bass Drum ist das erste Instrument welches auf der Platte zu hören ist, soviel zu den Fakten. Was dann folgt ist typisch, typisch genial und typisch anders aber immer noch typisch The Strokes. Mit The Adults Are Talking wird die in den letzten Jahren gestartete Reise des Experimentierens wieder mit voller Fahrt aufgenommen. Der Song schlägt nicht durch hat aber Fahrt und bietet alles, was ein Strokes-Song haben sollte. Gute Gitarren und einen guten Rhythmus mit Zielgeradigkeit. Kein Verlieren in den Unendlichkeiten der Instrumentenauswahl. Wenn gleich auch die Auswahl etwas außergewöhnlich ist und man meinen könnte, das es hätte auch nur einen Stroke bedarf um diesen Song aufzunehmen.

Nun denn, mit Selfless werden wir noch ein Stück ruhiger, dafür aber auch noch ein Stück strokesiger. Sehr guter, solider Song. Wie aus früheren Zeiten. Der Song hat genau das, was viele Kritiker schon lange bei den Strokes suchen.

Mit Brooklyn Bridge To Chorus wird legen Sie ein wenig Pop auf und bedienen sich einschlägiger Rythmen. Allerdings nehmen wir wieder etwas Fahrt auf und werden etwas crunchiger. Die Orgel liefert einen guten, simplen Sound. Julians Gesang ist teilweise wieder hart am Kämpfen, was aber eher Nostalgie erweckt als Verwunderung. Wer sich hier wunder, ist kein Strokes Fan.

Bad Decisions ist ein klarer Deep Fake und zwar haben sich die Strokes selber gefaked. Musikalisch als auch visuell (Siehe Musikvideo). Der Song erinnert stark an First Impression On Earth und könnte genauso auch von Ihrer dritten Platte stammen. Das ist ein Prädikat!

Meine Meinung: Bei Eternal Summer haben Sie definitiv eine ordentliche Ladung Pink Floyd eingenommen (Stelle: ab 1:32). Herausstechend: Julians Gesang der von funky über robotic bis hin zu kreischend dahinläuft. Spätestens hier weiß man, die Reise der Strokes ist noch lange nicht durch. Es wird sicher noch so einiges ausprobiert werden.

At The Door ist weniger ein Song sondern vielmehr ein Theme oder eine Hymne. Das Video ist der absolute Wahnsinn und trägt so viele Erinnerung meiner Kindheit zu Tage ohne konkret etwas daraus darzustellen. Absolute Gänsehaut. Von tief-rein bis treibend schön, mehr kann ich dazu nichts sagen. Außer der Reihe.

Die Frage habe ich ich mir, sicher wie viele von uns, auch schon oft gestellt. Why Are Sundays So Depressing? Die Band liefert zwei keine direkte Antwort darauf, aber dafür einen fluiden Song der absolut auf das Album passt. Richtig schöne Chorus. Die Gitarren liefern typische Riffs und der Rhythmus ist einfach ein Genuss.

Der darauffolgende Song, Not The Same Anymore, bestätigt alle Vermutungen. Das ist ein verdammt ruhiges Album. Aber gut, warum immer volldrauf? Das haben die Strokes doch wirklich selten gemacht. Ausgenommen Ihre Liveperformance. Man kann in der Garage auch gern mal zarte Klänge anstimmen und das Leben so genießen. Auch hier nehme ich gerne wieder das Wort Typisch in die Zeilen auf – Warum? Wer bei dem Refrain nicht einen Ansatz von Früher vielleicht sogar Is This It oder Automatic Stop hört sollte vielleicht von Qtips auf die Klobürste umsteigen. Toller Song, anzusiedeln ganz am Anfang.

Der neunte und leider auch schon letzte Track auf der Platte, „Ode To The Mets„, welche bekanntlich keine Ode an die Mets ist, könnte schon beim 2009 erschienenen Soloalbum „Phrazes For The Young“ von Julian Casablancas auf der B-Seite gelegen haben, beendet die Reise für 2020.

Fazit? – Zu wenig Songs, aber geil.

Ein Strokes-Fan

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